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Politischer Frühschoppen in Plötzensee

Bezirk

Großen Zuspruch unter den Weddinger Kleingärtnern fand der Politische Frühschoppen, zu dem der Kleingartenverein Plötzensee Ende Juli 2012 in sein Vereinsheim am Nordufer eingeladen hatte.

Den Fragen der Gäste stellten sich aus der Politik Janina Körper (Mitglied der BVV Mitte), Dr. Eva Högl (Mitglied des Bundestages) sowie Bruni Wildenhein-Lauterbach (Weddinger Wahlkreisabgeordnete im Abgeordnetenhaus).

Neben allgemeinen politischen Themen kamen auch Probleme und Anregungen zur Sprache, die die Kleingärtner im Bezirk und auch speziell in der Kolonie Plötzensee bewegen.

In Plötzensee stets von Interesse ist der Fahrradweg Berlin-Kopenhagen, der direkt durch die Kolonie führt und schon beim Bau nicht unumstritten war. Aktuell bemängelt wird die Rücksichtslosigkeit einiger Radfahrer (vornehmlich Radsportler und Kurierfahrer), die den Radweg als ihre persönliche Rennstrecke wahrnehmen und mit ihrem Verhalten oft gefährliche Situationen hervorrufen.

Die Beschilderung weise nicht deutlich genug darauf hin, dass auf dem Abschnitt durch die Kolonie stets die Fußgänger den Vorrang haben und es sich eben nicht um eine reine Fahrradstraße handele.

Als wenig vorteilhaft wird auch die vom Bezirk vorgenommene Randbepflanzung wahrgenommen. Auf Unverständnis stößt, dass man sich für eine Dornenhecke entschieden hat, bei der zudem unklar ist, wer für Pflege und Beschnitt zuständig ist. Inzwischen ist der eigentlich großzügig breit angelegte Weg an manchen Stellen stark zugewachsen.

Nicht erst seit gestern ruft bei den Kleingärtnern die kuriose Situation in Berlin beim Betrieb von Brunnenanlagen (Pumpen) Kopfschütteln hervor: Während in den allermeisten Bezirken der Betrieb von Brunnen anstandslos gestattet ist, haben einige wenige Bezirke - so auch Mitte - den Betrieb untersagt. Für die Kleingärtner ist es ein erheblicher und vermeidbarer Kostenfaktor, wenn sie in trockenen Zeiten mit Leitungswasser gießen müssen. Auch unter Umweltgesichtspunkten sei es nur schwer nachzuvollziehen, wenn hierfür wertvolles Trinkwasser verwendet wird.

Der Radweg durch die Kolonie Plötzensee: Rücksichtsloses und zu schnelles Radfahren führt oft zu gefährlichen Situationen.

Sehr praktisch: In den Fahrradweg hineinwachsende Dornenhecke. Zuständigkeit unklar.

Gruppenbild mit Damen: Jürgen Lüdtke, Gartenfreund und Weddinger Stadtrat a.D., Peter Terwort, Vorsitzender der Kolonie Plötzensee, Bruni Wildenhein-Lauterbach, MdA und Dr. Eva Högl, MdB.