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Hochwertige Architektur in Sicht: Die Müllerhalle soll wieder ein Treffpunkt für Jung und Alt werden

Bezirk

Die alte Müllerhalle

Die Müllerhalle in der namensgebenden Müllerstraße in Berlin Mitte (Ortsteil Wedding) gelegen, wurde im Jahr 1950 erbaut. Jahrzehntelang war die Müllerhalle ein Ort zur Nahversorgung und zur Kontaktpflege. Das ist sie schon lange nicht mehr.

Mit ihrer wenig ansprechenden Fassade und dem maroden Innenbereich weist sie einen hohen Leerstand auf. Die Besitzer der Marktstände kämpfen um ihr Überleben und werden überwiegend nur noch von wenigen Stammkunden und Stammkundinnen aufgesucht. Wechselnde Eigentümer kamen in den vergange- nen Jahren mit immer neuen Ideen, gebessert hat sich allerdings nichts. Das soll sich nun ändern: Der Abriss ist noch in diesem Monat geplant, der Baubeginn ist für das dritte Quartal dieses Jahres vorgesehen. Der neue Investor wird nach eigener Auskunft die Öffentlichkeit über den „Ersten Spatenstich“ und damit über den Baubeginn informieren.
Geplant ist ein zweigeschossiges Einkaufszentrum mit großen Glas- und Schaufensterflächen zur Müllerstraße hin. Neonwerbung wird es nicht geben, stattdessen werden auf den Glasflächen Schriftzüge angebracht, die der hochwertigen Architektur Rechnung tragen. Farbige Firmenlogos dürfen nur von innen an den Scheiben befestigt werden. Damit entspricht die Gestaltung den Vorstellungen des Baukollegiums der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, die eine architektonisch hochwertige Fassadengestaltung empfohlen hat, um das Straßenbild aufzuwerten.
Die neue Müllerhalle wird eine Verkaufsfläche von rund 5.550 qm und eine Stellfläche von rund 5.460 qm aufweisen. Im Obergeschoss wird Kaufland rund 4.500 qm Fläche nutzen. Die verbleibende Fläche wird an kleine Geschäfte vermietet. Im Erdgeschoss wird eine Parketage mit rund 200 Stellflächen entstehen, die durch Ein- und Ausfahrten an der Müller- und Kongostraße erreichbar sein werden. Die Warenanlieferung ist auf der rückliegende Seite zur Müllerstraße geplant.
Gastronomische Angebote sollen Möglichkeiten zum Verweilen bieten, damit die Müllerhalle wieder als Treffpunkt für Jung und Alt dienen kann.